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Geschichte: Die Stadt Wladyslawowo liegt am Ansatz der Halbinsel Hel


König Wladyslaw IV. Wasa ließ 1635 zum Schutz Polens vor den Schweden auf der Halbinsel Hel mit dem Bau eines Kriegshafens an der Ostsee beginnen. Bei Vela Ves wurden zwischen 1641 bis 1643 Schanzanlagen errichtet, die 1643/44 von der in 8 km Entfernung vom Dorf erbauten Festung Wladyslawowo vervollständigt wurden. Die Bauleitung hatten der Artillerieleutnant Friedrich Getkant und der Baumeister Johann Pleitner. Das Dorf und das Fort Wladyslawowo wurden zerstört, ebenso die Hafenanlagen, deren Reste im Laufe der Jahrhunderte in der Ostsee verschwunden sind.

1877 wurde zwischen Großendorf und Schwarzau ein ausgedehnter Begräbnisplatz aus dem Beginn der Eisenzeit aufgefunden. Kennzeichnend für diese als Großendorfer bezeichneten Kultur sind Gesichtsurnen. Weitere jüngere Funde wurden 1913 und 1932 auf dem Gebiet des heutigen Hallerowo gemacht. Im 1920 wurde der Ort Teil Polens und lag in dem polnischen Korridor westlich der Freien Stadt Danzig. Im gleichen Jahr erwarb der polnische Offizier Henryk Bagiñski 20 Hektar Wald auf den Fluren von Wielka Wieœ und gründete dort eine Siedlung, die er zu Ehren des Generals Józef Haller von Hallenburg Hallerowo nannte. Haller selbst erwarb im gleichen Jahr Teile davon. Hallerowo wurde zu einer Sommerfrische, auch die Wohnplätze Cetniewo (Cettnau) und Poczernino wurden zu Erholungsorten. Der polnische Küstenabschnitt erfuhr einen Aufschwung zu einem mondernen Badegebiet der 2. Republik. Im Zuge des Bau des polnischen Militärhafens Gdynia, entstand zwischen 1936 und 1938 durch das aus polnischen und französischen Unternehmen bestehende Hafenbaukonsortium auch der Fischereihafen, der bei Einweihung am 3. Mai 1938 nach dem König Wladyslaw IV. Wasa als W³adys³awowo benannt wurde. Zwischen 1939 und 1945 war der Ort wieder ins das Deutsche Reich eingegliedert. Hallerowo wurde mit Großendorf vereinigt, das seinerseits in die Gemeinde Strellin (Strzelno) im Landkreis Neustadt (Westpr.) eingemeindet wurde.

1948 sind Wielka Wieœ und der Badeort Hallerowo als gleichberechtigte Orte der Verwaltung in W³adys³awowo unterstellt worden. Am 1. Juli 1952 wurden Wielka Wieœ, Hallerowo und die Hafensiedlung W³adys³awowo zur Gemeinde W³adys³awowo vereinigt, die am 13. Oktober 1954 mit dem Erreichen der dafür erforderlichen Einwohnerzahl von 2.200 zur stadtartigen Siedlung erhoben wurde.

Im Jahre 1993 gab sich die Stadt ein neues Wappen, das die kaschubischen Traditionen hervorheben soll. Unterhalb des Wappens befindet sich in kaschubischer Sprache der Satz "Wir halten es mit Gott".

Diese Stadt und seine Umgebung bieten unzählige Attraktionen. Viele Besucher verbinden ihren Aufenthalt einzig mit Erholung. Der 20 km lange Sandstrand, bietet viele Möglichkeiten u.a. Wassersport ( z.B. Windsurfing, Angeln auch traditionell mit dem Fischkutter auf Hochsee) Spaziergänge sowie Radtouren.

Der Fischerhafen empfängt auch gerne ankommende Segeljachten und Ihre Besatzung.

Es ist möglicherweise auch an der Zeit, sich klar zu machen, dass Wladyslawowo zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist. Die prachtvollen Herbstfarben entzücken nicht nur die Segelflieger, welche diese Pracht von oben bestaunen können. Spaziergänge am Strand bieten nicht nur unvergessene Eindrücke, erlauben aber auch jodhaltige Luft zu atmen und wie es der Zufall will, findet der Eine oder Andere einen Bernstein.

In Wladyslawowo angekommen, ist es wert ein paar Orte in der Innenstadt sowie im Umland aufzusuchen. Zu Ihnen gehören u.A.:

Das Fischerhaus( aktuell das Rathaus) mit dem Aussichtsturm,

Hellerowka – Haus Museum, einst gehörte es dem gen. Haller. Nachkommen des Generals Haller haben 1990 in dessen ehemaligen Haus Hallerówka eine Gedenkstätte für Haller und die Blaue Armee eingerichtet. Das benachbarte Blaue Haus seines Adjutanten Kapitän J. Dworzañski wird seit 1981 für eine Dauerausstellung zum Küstenlandschaftspark genutzt. 1993 wurde in der Stadt das von Stanis³aw Szwechowicz geschaffene Denkmal für Józef Haller von Hallenburg eingeweiht. die Kirche der Hl. Jungfrau Maria die 1961 errichtet wurde – Eine unkonventionelle Verbindung einer Kapelle aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts stilisiert auf Gotik, den Küstenlandschaftspark "W¹wóz Ch³apowski" der 1978 an der Ostseeküste eingerichtet wurde und höchstwahrscheinlich zu den schönsten Teilen des Landschaftsparks gehört,

Den Leuchtturm in Rozew – einer der größten und ältesten dieser Küstenregion,

W³adys³awowo ist Veranstaltungsort jährlicher Sportfestspiele. Im Stadtteil Cetniewo besteht das "Zentrum für Olympiavorbereitungen", eine Trainingsstätte für polnische Leistungssportler die für Besucher geöffnet ist,

Als Stadt des Sportes wurde im Jahre 2000 eine Sternenallee der Spitzensportler eingerichtet, in die während der Festspiele bedeutende Sportler mit einem Messingstern gewürdigt werden, man sollte nicht vergessen das Wladyslawowo nur 34km von der Dreistadt Danzig entfernt ist und somit sich die Möglichkeit bietet, diese wunderschöne Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Die Gemeinde W³adys³awowo umfasst ein Gebiet von 38 km2 mit 14.214 Einwohnern. Dazu gehören neben der Stadt mit 10.200 Einwohnern auch die Ortschaften Cha³upy (Ziegenhagen, früher Ceynowa, auch Zeynowa), Ch³apowo (Klappau, früher Chlapau, auch Chlapowo), Jastrzêbia Góra (Habichtsberg), Karwia (Karwen), Ostrowo (Ostrau), Rozewie (Rixhöft), Tupad³y (Tupadel).

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